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(Worte Jesu an die hl. Gertrud) |
Jedesmal wenn wir mit
Liebe das Allerheiligste SAKRAMENT des Altares anschauen, wird unser Platz
im Himmel für immer erhöht. Sooft der Mensch an GOTT denkt, stellt
er vor der Herrlichkeit GOTTES gleichsam einen Spiegel auf, worin GOTT
Seine eigene Herrlichkeit erblickt. Und je mehr der Mensch sich damit abmüht,
seine Gedanken auf IHN zu richten, desto klarer und herrlicher wird dieses
Spiegelbild der HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Und dies wird ewig bleiben,
zur Ehre GOTTES und zum ständigen Jubel dieses Menschen.
Wenn
ein Mensch das Verlangen hat, dem HERRN alles zu ersetzen an Glaube, Anbetung
und Liebe, was IHM von Menschen vorenthalten wird, nimmt ER das sehr wohlgefällig
an. Und wenn er im Gebet dem HERRN voll Liebe freundlich zuredet, versöhnt
er IHN so sehr, daß ER manchmal die ganze Welt verschont.
Der HERR gab der hl. Gertrud zu verstehen, wie wertvoll es ist, von Zeit zu Zeit den Blick auf den Gekreuzigten zu richten. Denn wenn IHM jemand so mit inniger Aufmerksamkeit anblickt, wird ER dessen Blick mit großer Liebe erwidern.
Das Leuchten dieser
Liebe des HERRN wird sich in seinem Herzen spiegeln und alle Heiligen im
Himmel werden sich über ihn freuen. Und weil jedes, auch das kleinste
Liebeszeichen, das Liebeszeichen, das man CHRISTUS schenkt, von IHM ewig
vergolten wird, so wird auch dieser Blick auf den Gekreuzigten die Seligkeit
des Menschen vermehren. Und das im selben Maß, als er es auf Erden
oft und ehrfurchtsvoll getan hat.
Wenn wir GOTT für
die Gnaden danken, die ER irgendeinem Heiligen gegeben hat, dann ist es
so als würden wir mit den Verdiensten dieses Heiligen bekleidet werden.
Und diese Verdienste sind uns mit solcher Liebe gegeben, daß sie
in alle Ewigkeit ein Grund von überaus großer Freude für
uns sein werden.
Ein einziger lebender
Mensch vermag beim HERRN mehr als viele Tausende, die die Liebe nicht haben.
JESUS wünscht, daß wir jeden Tag Seine heiligste Mutter mit
den Worten "O du unsere Beschützerin"
und "Wende deine Barmherzigen
Augen uns zu" anrufen; dann werden
wir ganz gewiß in unserer Todesstunde Trost erfahren.
JESUS wünscht,
daß wir zu Ehren des Tagesheiligen ein VATER unser beten.
Wenn jemand ein noch
so geringes Werk tut oder ein Gebet für die Hl. Kirche verrichtet,
nimmt CHRISTUS es gütig auf als eine Frucht Seiner heiligen Menschheit
und segnet es. Durch diesen Segen wird es gleichsam vervielfacht und der
ganzen Kirche zur Vermehrung ihrer Gnaden mitgeteilt. Obwohl GOTT alles,
was man zu Seiner Ehre tut, gnädig anblickt - wie Gebete, Fasten und
Nachtwachen - so ist ER doch mit größerer Innigkeit den Seinen
gegenwärtig, wenn sie, von ihrer Schwachheit dazu gedrängt, sich
in Sein Erbarmen flüchten. Einmal erkannte die hl. Gertrud, wie die
Engel und Heiligen sich freuen, wenn ein Mensch mit dem anderen Mitleid
hat und seine Not zu lindern versucht.