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Jahr
der BarmHERZigkeit
Papst Franziskus hat ein „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit" ausgerufen,
das vom 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 dauern soll. Ein besonderer
Wunsch von Papst Franziskus ist
es. dass die Gläubigen im Heiligen Jahr den Jubiläums-Ablass
gewinnen und die „Werke
der Barmherzigkeit" neu entdecken. Das sind die jeweils
sieben Werke der leiblichen und geistigen Barmherzigkeit:
Die leiblichen
Werke der Barmherzigkeit
Hungernde speisen
Durstigen zu trinken
geben
Nackte bekleiden
Fremde beherbergen
Kranke besuchen
Sich um Gefangene
sorgen
Tote würdevoll
bestatten
Die geistlichen
Werke der Barmherzigkeit
Unwissende lehren
Zweifelnden raten
Sünder zurechtweisen
Trauernde trösten
Lästige geduldig
ertragen
Beleidigungen verzeihen
Für Lebende und
Tote beten
Zu Beginn des außerordentlichen Heiligen Jahres wird am 8. Dezember im Petersdom die Heilige Pforte (Bild) geöffnet. Am dritten Adventssonntag soll im Lateran und weltweit in allen Bischofskirchen und besonderen Wallfahrtskirchen ebenfalls eine Heilige Pforte geöffnet werden. Um den vollkommenen Ablass zu gewinnen, ist neben den üblichen Bedingungen (Beichte, entschlossene Abkehr von jeder Sünde, Kommunion, Gebet für den Heiligen Vater) ein kurzer Pilgergang zu einer der Heiligen Pforten nötig. Papst Franziskus schreibt: „Es ist wichtig, dass dieser Moment vor allem mit dem Sakrament der Versöhnung und der Feier der heiligen Eucharistie einschließlich einer Reflexion über die Barmherzigkeit verbunden ist. Es wird nötig sein, dass diese Feiern das Glaubensbekenntnis ebenso umfassen wie das Gebet für mich und für die Anliegen, die mir am Herzen liegen zum Wohl der Kirche und der ganzen Welt."
Wem der Pilgergang zur Heiligen Pforte nicht möglich ist (z.B. Kranken), empfängt den Jubiläumsablass, wenn er die heilige Kommunion empfängt oder an der heiligen Messe und am gemeinschaftlichen Gebet auch über die verschiedenen Medien - teilnimmt.
Gefangene erlangen den Ablass jedesmal, wenn sie „durch die Tür
ihrer Zelle gehen und dabei ihre Gedanken und ihr Gebet an Gottvater richten.
Möge diese Geste für sie den Durchgang durch die Heilige Pforte
bedeuten, denn die Barmherzigkeit Gottes, die in der Lage ist, die Herzen
zu verwandeln, kann auch die Gitter in eine Erfahrung der Freiheit verwandeln."
Außerdem wünscht der Heilige Vater, dass „die Kirche
in dieser Zeit des Jubiläums den in den leiblichen und geistlichen
Werken der Barmherzigkeit enthaltenen Reichtum wiederentdecken möge.
Denn die Erfahrung der Barmherzigkeit wird sichtbar im Zeugnis konkreter
Zeichen, wie Jesus selbst es uns gelehrt hat. Jedes Mal wenn die Gläubigen
eines oder mehrere dieser Werke selbst tun, werden sie sicherlich den Jubiläumsablass
erlangen. Daraus ergibt sich die Pflicht, aus der Barmherzigkeit zu leben,
um die Gnade der vollkommenen und umfassenden Vergebung durch die Kraft
der Liebe des Vaters zu erlangen, der niemanden ausschließt. Es wird
sich daher um einen vollkommenen Jubiläumsablass handeln, Frucht des
Ereignisses selbst, das mit Glaube, Hoffnung und Liebe gefeiert und gelebt
wird. Der Jubiläumsablass kann ebenso für Verstorbene erlangt
werden. Mit ihnen sind wir verbunden durch das Zeugnis des Glaubens und
der Liebe, das sie uns hinterlassen haben."
(Brief von Papst Franziskus an
den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Förderung
der Neuevangelisierung)
(Quelle: "Fatim ruft", 4/2015, Nr.
231, S. 6f., Kisslegg)